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SkF-Ehrenamtstag im Marienhaus in Offenburg
Beim SkF-Ehrenamtstag im Marienhaus in Offenburg stand die Wertschätzung für rechtliche Betreuerinnen und Betreuer im Fokus. Zu Gast war die Landesjustizministerin Marion Gentges.
Unter dem Motto „Ehrenamt wirkt – Engagement stärkt“ fand im Marienhaus Offenburg der SkF-Ehrenamtstag für rechtliche Betreuer in der Erzdiözese Freiburg statt. Gastgeber war in diesem Jahr der SkF Offenburg-Ortenau.
Rund 80 Teilnehmer aus der gesamten Region nahmen an dem vielseitigen Programm teil, teilt der Verein mit. Eröffnet wurde die Veranstaltung von Angela Mutzig, Vorsitzende des SkF Offenburg/Ortenau, gemeinsam mit Ulrike Hörnisch vom SkF-Diözesanverein Freiburg. In ihrer Begrüßung betonte Mutzig die lange Tradition des Vereins: „Seit 1920 begleiten wir Menschen in schwierigen Lebenssituationen – heute wie damals mit dem Leitsatz: Da sein – Leben helfen. Dass Sie heute hier sind, ist Ausdruck gelebter Solidarität und gelebten Rechts.“
Ein besonderer Höhepunkt war der Vortrag von Marion Gentges, Ministerin der Justiz und für Migration Baden-Württemberg, heißt es in der Mitteilung weiter. In ihrem Beitrag zur Bedeutung des Ehrenamts im Betreuungswesen würdigte sie die zentrale Rolle ehrenamtlicher Betreuer für das Funktionieren des Betreuungsrechts. Der anschließende Austausch mit den Teilnehmern habe deutlich gemacht, wie sehr das Thema auch auf Landesebene Gehör findet.
Mutzig erinnerte in diesem Rahmen an die Einführung des neuen Betreuungsrechts im Jahr 1992 und ihre persönliche Mitwirkung am Aufbau der Betreuungsbehörde im Ortenaukreis: „Die Arbeit ist nicht einfacher geworden – gerade deshalb ist der fachliche Dialog, wie wir ihn heute führen, so wichtig.“
Ulrike Hörnisch, Referentin für Rechtliche Betreuung, hatte den Tag mit großer Sorgfalt vorbereitet – klar strukturiert, inhaltlich durchdacht und mit einem besonderen Fokus auf die aktuellen Herausforderungen im Betreuungswesen, heißt es weiter. Zunehmende bürokratische Anforderungen und ein wachsender Anspruch an die Qualität der Arbeit belasten viele ehrenamtliche rechtliche Betreuerinnen und Betreuer sowie Betreuungsvereine spürbar. „Deshalb ist es umso wichtiger, gemeinsam und auf allen Ebenen nach tragfähigen Lösungen zu suchen, um diese wertvolle Arbeit auch in Zukunft verlässlich leisten zu können“, so Hörnisch. Als symbolisches Dankeschön erhielt Ministerin Gentges ein Präsent sowie gute Wünsche für die anstehende Justizministerkonferenz in Sachsen. Dort sollen unter anderem mögliche Entlastungen für ehrenamtliche und hauptberufliche Betreuer beraten werden – ein Anliegen, das viele der Anwesenden persönlich betrifft.
Nach dem fachlichen Teil erwartete die Gäste ein gemeinsames Mittagessen und anschließend vier thematische Stadtführungen durch die Freiheitsstadt Offenburg.
Quelle: Offenburger Tageblatt 12.06.2025
